Samstag, 20. April 2013

Leben und leben lassen

Ich sollte aufhören darüber nachzudenken, aufhören, meinem Leben so viel Bedeutung beizumessen. Ich sollte mich nicht mehr so ernst nehmen. Es ist nämlich so: Jeder ist nur kurze Zeit hier auf der Erde. Es liegt also an uns, was wir daraus machen. Nutzen wir diese Zeit oder nicht? Keiner kann sie uns nehmen, außer wir selbst.

Keiner hier bedeutet mehr und keiner weniger als der andere. Ich muss begreifen, dass ich nicht hier bin, um andere zu übertrumpfen oder besser zu sein. Ich bin hier, weil mir dieser Platz, mein Platz, geschenkt wurde. Was ich daraus mache, hängt von mir selbst ab. Egal was ich tue, es wird mich nie wertvoller oder weniger wertvoll als jemand anders machen, ganz gleich was ich auch erreiche. Darum geht es vor allem auch nicht! Es geht nicht darum Großes zu tun. Es geht nicht darum etwas zu bewegen. Ich habe weder eine Mission, noch sollte ich irgendeinem Ziel nacheifern. Ich bin frei. Wir alle sind frei.

Leben und leben lassen. Und noch wichtiger: Lebe den Moment. Er ist das einzige was du hast. Wer weiß was in 24 Stunden passiert. Lebe jetzt und nicht morgen! Vergiss dein Ziel in 20 Jahren glücklich zu sein, auf der Karriereleiter ganz oben und ein Haus mit Kindern zu haben. Denn wer weiß was in 20 Jahren passiert ist. Vielleicht bekommst du eine Krankheit oder du stirbst. Wir haben nur den jetzigen Moment, deswegen müssen wir auch jetzt glücklich sein, später ist es vielleicht schon zu spät.

Es sollte jedermanns Ziel sein können am Ende seines Lebens zu sagen: Ich habe gelebt! Und mit diesen Worten sollte der Mensch zufrieden gehen können.
Was bringt es uns, auf ein Leben zurückzuschauen, das geprägt war von Machtspielchen und Konkurrenzkämpfen? Wir funktionieren im Endeffekt nur zusammen. Stechen wir uns aber gegenseitig aus haben wir früher oder später viel Energie verschwendet und noch mehr Leid angerichtet.
Nicht als Ganzes aus Teilen sondern als Teil eines Ganzen sollten wir uns begreifen.

Es geht nicht immer um mich, mich, mich. Der Fokus der Welt liegt nicht auf mir!

Kannst du diese Worte begreifen, dann fällt ein Stück Last von dir ab. Ein Stück Verdorbenheit und ein Stück Stress. Denn diese Erkenntnis ist befreiend in vielerlei Hinsicht.

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